Termine: 

28.9.22 Kulturzentrum Trudering

30.9.22 Seidlvilla München

22.10.22 Waldkirche Planegg

Der gleichnamige Liederabend des Ensembles Almanach wagt den Blick hinter die Kulissen: Mit Kunstliedern von vergessenen Bayrischen Komponist*innen und einzigartigen Quellen über die Lebenswelt der Bayerinnen und Bayern. 

 

Während wir heute im Konzertsaal andächtig Haydns, Mozarts und Beethovens Deutsche Tänze hören, war das um 1800, als sie komponiert wurden ganz anders: "Zu den Freuden des Lebens rechnet die Rotthalerin vor allem den Deutschen Tanz, der hier so ganz die Leidenschaft ausdrückt, indem unter manchen selbst unartigen Stellungen oft getobt und gewütet wird, dass der Mund des Jünglings schäumt."  

Mozartzeit, Goethezeit, Klassik: Die Jahrzehnte um 1800 stehen für eine kulturelle Blüte, nicht zuletzt in Süddeutschland. Bayern wird Königreich, Wissenschaften und Künste florieren. Trotzdem hören wir wenig von denen, die im Schatten Mozarts stehen. 

 

Bayern um 1800 wird mit Komponisten wie Peter Joseph von Lindpaintner (1791-1856), Josephine Lang (1815 – 1880) und Franz Lachner (1803 - 1890) aber auch Leopold Mozart (1719-1787) Einblicke in die klassische, und volksmusikalische Tradition Süddeutschlands geben. Um ein detailliertes Panorama der Epoche zu vermitteln, wird das Programm mit Texten Joseph von Hazzis (1768-1845) angereichert. Hazzi, von dem auch das obige Zitat stammt, erarbeitete die erste systematische Landesbeschreibung Bayerns: präzise und haarsträubende Schilderungen des Alltags. Die Rolle des Sprechers wird der Münchner Erfolgsautor Tobias Roth übernehmen.

 

In der Kombination von Musik und Lesung entsteht ein abwechslungs- und facettenreicher Liederabend, der voller Kunstgenuss und Überraschung steckt. Bayern um 1800 ist eine ganz vertraute und völlig fremde Welt, in der getobt und gewütet wird. 



Das Konzertprogramm STADT.ALM verbindet Kompositionen von Alban Berg, mit Liedern von Franz Schubert, Josephine Lang, Franz Lachner, Joseph Peter von Lindpaintner und Leopold Mozart.

 

Das Ensemble möchte mit STADT.ALM zeigen, dass klassische Musik, egal aus welcher Epoche, zeit-und zwanglos sein kann. Die wenig gespielten Jugendlieder von Alban Berg verschmelzen mit Klängen aus der Mozartzeit -viel Wohlklang, ein bisschen Irritation und ein intensives, klangfarbenreiches Bühnenbild. 

 

Ist das noch klassische Musik, oder Volksmusik? Das ist ganz dem Geschmack des Publikums überlassen. Almanach möchte einen neuen Blick auf beide Welten geben. Es geht um die Freude am gemeinsamen Musizieren, Experimentieren und zwanglosen Musizieren, um die Freude an klassischen Kompositionen und Neukompositionen. Und die Freude bindet bekanntlich "wieder, was die Mode streng geteilt."

 



 

"Es ist wirklich Zeit, daß ich Dir wieder einmal sag, wie sehr ich Dich liebe!"

 

Ein Konzert-und Lesungsprogramm mit Alban Bergs Jugendlieder und Auszügen aus Briefen an seine Frau Helene.

 

Soon more to come!